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Der Unterschied vom erwachsenen Strafrecht zum Jugendstrafrecht, ist, dass bei den Erwachsenen die Bestrafung/ die Tat im Vordergrund steht, beim Jugendlichen geht es mehr um den Grund der Tat und die Prävention, also steht der Jugendliche sehr im Mittelpunkt. Wenn es eine einmalige, kleine Tat ist, dann geht es schon mehr um die Bestrafung, aber bei Wiederholungen geht es dann wirklich um das Individuum. In der Jugendanwaltschaft gibt es Juristen und Sozialarbeiter. Während der Jurist den Jugendlichen befragt, redet der Sozialarbeiter mit den Eltern, wieso er das wohl gemacht hat. Die Juristen bekommen das Protokoll der Polizei. Bis zu 3 Monaten Gefängnis kännen sie selber aussprechen, das heisst, 90 % der Verurteilungen. Wenn der Jugendliche nicht damit einverstanden ist, er muss das unterschreiben, dann kommt das vor Gericht. Wenn sie merken, dass einige Taten miteinander zusammenhängen könnten, dann führen sie vorallem Befragungen durch.

Es gibt sehr verschiedene Institutionen für Jugendliche. Es gibt auch geschlossene Heime, die dann dem Gefängsnis gleichen, nur dass sie dort mehr betreut werden. Manchmal kommen sie auch weit weg, z.B. eine Alphütte, damit sie von ihrem schlechten Umfeld wegkommen, vielleicht gibt es eine Änderung. Es gibt aber auch viele Institutionen, in denen man am Tag arbeitet und am kocht, manchmal auch Wohngruppen, wo sie ziemlich selbstständig sind. Diese ganze Bandbreite kann es auch innerhalb eines Heimes geben. Wenn sich Jugendlich schlecht benehmen, fallen sie zum Beispiel eine "Stufe".

Da es mehr um das erzieherische geht, will man nicht den Jugendlichen die Zukunft verbauen. Straftaten ab 3 Jahren kommen vor das Gericht und dann meistens ins Strafregister. Aber als Jugendlicher kann man sonst eigentlich viel machen, bevor man überhaupt ins Strafregister kommt. Es gibt eigene Institutionen mit eigenen Schulen oder Lehrstellen. Mal malen sie, schreinern sie, ect. Aber die, die Straftaten verüben, kümmern sich jetzt auch nicht wirklich um eine Lehrstelle. Um in ein Heim zu kommen, muss man sich als Jugendlicher immer vorstellen und sogar "bewerben". Die Heime sind meistens spezialisiert und können zum Beispiel sagen, dass sie keine schwere Fälle annehmen.

Kiffen ist weit verbreitet. Der Anwalt mit dem ich geredet habe, hatte auf eine Kommode gezeigt. Dort habe er im Moment 40 Fälle. 30 davon sind KIffer. Die härteren Drogen sind eher selten, aber es gibt eine Dunkelziffer, da nicht alle von den Polizisten gerade erwischt werden. Das Jugendbild hat einen Grosstteil mit den Medien zu tun, nach der Meinung des Anwalts. Heute sind die meisten auch sensibilisiert und rufen der Polzei eher an als früher. 5 bis 10 % der jugendlichen Straftäter sind Intensiv-Täter. die aus den Augen des Anwalts das wirkliche Problem sind, da sie meistens nicht aufhören, bis ins Erwachsenenalter. Seit ein, zwei Jahren besteht ein Fallrückgang von 40%. An was es liegt, weiss man nicht, ob die Jugendliche sich nicht erwischen lassen, oder es wirklich abgenommen hat. 90% machen es nicht mehr nach einmaliger Tat. Sie haben eher ein gutes Bild der Jugendlichen.

Die meisten sind eher frech, man sieht es ihnen vom Aussehen nicht wirklich an, aber das Verhalten gleicht der einen Figur im Film "Kids". Scheint sehr gut zu sein.