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Sebastian bemerkte schon als Kind, dass seine Mutter nur schon bei kleinen Änderungen des Verhaltens des Gegenübers sie sich anpasst und die Änderungen auch deuten kann. Er macht das nach und für ihn ist es am Anfang ein kleines Spiel, eine Art Entschlüsselung von geheimen Codes. Er ist stolz wenn er richtig lag, aber auch enttäuscht, wenn er es nicht wusste. Zuerst interessierten ihn auch Detektiv-Geschichten, die sich mit Kriminellen beschäftigen. Er findet die interessant und fragt sich, was sie genau unterscheidet von normalen Personen, von der Persönlichkeit her. Als er zuerst voller Stolz einen Jugendlichen erwischt beim Klauen und den Ladenbesitzer darüber informiert, fühlt er sich plötzlich schuldig und unangenehm, als er den Blick des jungen Mädchens sieht, das teures Make-Up klauen wollte. Sie war dazu aufgefordert worden, damit sie in einer Gruppe von Mädchen bleiben konnte. Für den kleinen Jungen war es etwas schwer verständlich, böses zu tun, um ein „besseres“ Leben zu haben. Er beginnt sich mit Fällen zu beschäftigen, in denen die Kriminellen aus heutiger Sicht vielleicht sogar Helden wären, oder andere tragisch, da sie keinen anderen Ausweg hatten. Notgedrungen Taten begingen, die sie sowieso bereuen würden. Sebastian beginnt Mitleid zu empfinden und jeden Menschen für sich anzuschauen. Das alles macht er parallel zu dem Vorfall in der Primarschule. Dort hat ihn die Hypnose, als bisher für ihn „Allheil-Mittel“, in Stich gelassen. Er hinterfragt sich ein weiteres Mal, was den genau Menschen hilft, was sie tröstet, was sie mit ihren eigenen Gefühlen fertig werden lässt.

Er lernt eine Gruppe von Jugendlichen kennen, die „am Rande der Gesellschaft leben“. Billigen Alkohol, viel Rausch und Gewalt. Manchmal weggerannt von zu Hause, vor häuslicher Gewalt. Er fragt sich selber, was diese Welt wohl ist. Manchmal findet er die Einstellung dieser Jugendlichen deprimierend, da sie keine wirkliche Zukunft sehen. Er erlebt mit, wie sie weniger werden sobald einer betrunken irgendwo schläft und dabei erfriert. Einfach so unbemerkt. Ein andermal Selbstmord durch Überdosis. Als die Gruppe und ihre Taten eskalieren, betrügt er sie und meldet sich bei der Polizei. Diejenigen, die unschuldig sind, erwähnt er nicht und warnt sie kurzfristig vor den kommenden Polizisten. Er zieht selber einen Strich hinter diesem Teil seines Lebens.

Er macht sich einen Namen, als er die Gruppe auffliegen liess, da er die vielen weiteren Verbrechen beweisen konnte. Von den meisten hatte er nur Vermutungen gehabt, bis zu seinem Entschluss sie auffliegen zu lassen kam und ihn dazu brachte sie zu recherchieren und observieren.

Dabei lernt er Leo und Daniel kennen, die sich eine kleine Schlägerei mit der damals noch kleinen Jugendgruppe geliefert hatten. Beide bewunderten Sebastian für seine Beobachtungsgabe, aber auch Mitgefühl. Mit ihnen lernt Seb die bessere Seite des Jugendlebens. Mit Fred und Mimi erlebt er eher die unschuldige Seite des Lebens und auch sie gehen an das gleiche Gymnasium wie er.